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[BILD: die Medizinverbrechen im 3. Reich]
Das Exekutivkomitee des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) beauftragte im Herbst 2007 den Wiener Historiker Herwig Czech mit der Erstellung einer Studie über die NS Medizinverbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Gugging. Die Studie wurde den an dem Wettbewerb teilnehmenden KünstlerInnen als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen übermittelt.

Die zentralen Ergebnisse der Studie lauten: Die Anstalt in Gugging war eines der Zentren der NS Medizin Verbrechen. Zwischen November 1940 und Mai 1941 wurden insgesamt 675 Personen in 12 Transporten aus der Anstalt nach Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort vergast. 116 davon waren Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren. Zwischen Mai 1941 und Kriegsende ereigneten sich in der Anstalt Gugging einige der grausamsten Medizinverbrechen auf dem Gebiet des heutigen Österreich. Der Haupttäter Dr. Emil Gelny ermordete mit Gift und einem umgebauten Elektroschockapparat an die vierhundert Menschen. Viele weitere Patienten der Anstalt Gugging kamen durch Hunger und Infektionskrankheiten ums Leben oder wurden in Anstalten deportiert, wo sie kaum Überlebenschancen hatten.

Bei der ersten IST Austria Commemoration Lecture am 25. November 2014 präsentierte Czech zusätzliche Ergebnisse, die er in die erweiterte Studie einarbeitete. Diese Version kann in der linken Spalte heruntergeladen werden.